Human-Globaler-Zufall

200 Fotos, 6 Reportagen, ein roter Faden. In der letzten Woche erreichte mich Nummer 2 einer ungewöhnlichen Zeitschrift mit dem etwas sperrigen Namen Human-Globaler Zufall.

2007 startete der Axel-Springer-Verlag einen Ideenwettbewerb für ein neues Medienprojekt. Dem Gewinner winkten 500.000 Euro und die Umsetzung des Projektes. Auf lediglich einer DIN A4 Seite sollte die Idee umrissen werden und gerade die einfache Umsetzung animierte den Sieger Dennis Buchmann, am Wettbewerb teilzunehmen. Also formulierte er die Idee des Human-Globalen Zufalls:

Laut dem Kleine-Welt-Phänomen kann jeder Mensch auf der Welt über sechs Bekanntschaften mit jedem anderen in Verbindung gebracht werden. Dennis kennt Rico, Rico kennt Peter, Peter kennt Friedrich und der kennt wiederum jemanden in Italiien, der den Papst kennt. Zum Papst führen die Geschichten in den ersten beiden Ausgaben nicht, aber es geht rund um den Globus: Der Schauplatz ist die Erde, die Protagonisten sind ihre Menschen und das Drehbuch schreibt der Zufall. Eine völlig neue Form der Globalisierung. In der ersten Ausgabe beginnt alles mit Maltes Reiselust. Doch das Elend, das er unterwegs sieht, lässt ihn nicht los. Der Tischler will helfen – und ist plötzlich Ersatzvater für 13 Kinder in Mindo, Ecuador. Von Mindo nach Berlin. Von Malte zu seinem Freund Pramod. Der ist Fotograf und hat auf der Welt immer das gleiche Motiv gesucht, nämlich lachende Menschen. Von Pramod geht es zu Sven Oertel nach New Orleans, von dort zu Alejandro Ponciano in Liberia City, dieser kennt wiederum jemanden in Montreal, der ebenfalls eine Geschichte zu erzählen hat.

Ein ungewöhnliches Projekt, spannend zu lesen, hervorragende Fotos, gute Graphik. Ein Einzelheft kostet 5 Euro, das Abo 20 Euro. Wir bestellen Ihnen Ihr Exemplar gerne.

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