Iris Hanika, Treffen sich zwei

Thomas und Senta, beide Singles, leben in Berlin-Kreuzberg, lernen sich in einer Schwulenkneipe kennen und es funkt sofort zwischen ihnen. Sie haben ihre Erfahrungen hinter sich und stürzen sich Hals über Kopf in ein Abenteuer. Es ist eine Liebesgeschichte mit Einblick in die Kreuzberger Szene. Schon nach relativ kurzer Zeit ist der anfängliche Liebestaumel erlahmt und es kommt zur Trennung, dann aber wieder zum Neuanfang unter anderen Bedingungen. Die Geschichte ist zum Teil witzig, aber auch sehr anrührend. Man kann sie einfach so weglesen und wird dabei bestens unterhalten.

Iris Hanika
Treffen sich zwei
btb
€ 8,00

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T.C. Boyle, Das wilde Kind

Eigentlich eher eine Fallstudie, als ein Roman. Trotzdem liest sich T.C. Boyles neustes Buch spannend wie ein Krimi.

Im Jahre 1797 wird in den Wäldern Südfrankreichs ein Junge gesichtet, der eher einem Tier als einem Menschen gleicht. Allein aufgewachsen, ohne jeglichen Menschenkontakt, wird er, nachdem er eingefangen wurde, erst einmal in eine Anstalt für Taubstumme geschickt, wo sich ein junger Arzt seiner annimmt. Mit unendlich viel Geduld versucht dieser, aus dem wilden Kind einen zivilisierten Bürger zu formen. Aber ist das überhaupt möglich? Was ist ausschlaggebend bei der Entwicklung? Anlage oder Umweltweinflüsse? Boyle gelingt es, dieses altbekannte Thema in einer fesselnden Kaspar-Hauser-Geschichte zu verarbeiten.

T.C. Boyle
Das wilde Kind
Hanser Verlag
€ 12,90

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Thomas Glavinic, Das bin doch ich

Thomas Glavinic ist Autor. Und er schreibt über sich. Gerade hat er seinen Roman »Die Arbeit der Nacht« beendet und der Druck, der auf ihm lastet, ist enorm. Er fällt in ein Loch, kann nur abwarten, ob sein Roman tatsächlich bei Hanser veröffentlicht wird und wie er dann einschlägt. Sein Freund Daniel Kehlmann, gerade mit »Die Vermessung der Welt« überaus erfolgreich, gibt ihm seine neusten Verkaufszahlen regelmäßig via SMS durch, das mindert den Druck nicht grade. Er verfällt in Hypochondrie, geht jeden Tag beim selben Inder essen, trinkt zuviel…
Thomas Glavinic hat einen raffinierten und intelligent selbstironischen Roman geschrieben, der den Literaturbetrieb aus der Sicht des Autors beleuchtet, der aber auch glänzend unterhält, wenn man dort nicht zuhause ist.

Thomas Glavinic
Das bin doch ich
dtv
€ 9,90

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Ann Patchett, Familienangelegenheiten

Endlich als Taschenbuch erschienen ist der hochgelobte Roman »Familienangelegenheiten« von Annn Patchett.
Die beiden Brüder Theodore und Tip wurde als Säuglinge adoptiert, sind aber trotz des frühen Todes ihrer Adoptivmutter in liebevollen und sehr privilegierten Verhältnissen aufgewachsen. Als Tip bei starkem Schneefall beinahe von einem Auto erfasst wird und eine Fremde, die dabei selbst verletzt wird, ihn rettet, werden die Brüder gezwungen, über ihre Familie und ihre Herkunft nachzudenken.
»Familienangelegenheiten« ist eine spannende, geheimnisvolle Geschichte über Arm und Reich und die Bedeutung von Familie. Genau das richtige für kalte Winterabende.

Ann Patchett
Familienangelegenheiten
Piper Verlag
€ 8,95

Die Gewinner unseres Adventsrätsels stehen fest!

Unser kriminalistisches Adventsrätsel scheint Ihnen viel Spaß gemacht zu haben, denn uns erreichten viele, viele richtige Lösungen. Gesucht wurde natürlich »Arsen und Spitzenhaeubchen«.

Über jeweils ein Krimipaket im Wert von ca. 100 Euro können sich freuen: Melanie Groß und Yvonne Offenbach (beide aus Essen) und Kathrin Hegemann aus Düsseldorf. Die Pakete sind unterwegs an Sie und wir wünschen Ihnen spannende Stunden bei der Lektüre.

Adventsrätselkalender 24

Heute ist Heiligabend, wir wünschen Ihnen für die Weihnachtstage alles erdenklich Gute und bedanken uns für Ihre große Geduld mit einer besonders leichten Frage:
In welcher der nachfolgenden Agatha Christie Romane spielt Miss Marple keine Rolle?

1. Mörder Ahoi (z)
2. Der Wachsblumenstrauß (r)
3. 18.50 ab Paddington (e)
4. Mord im Orientexpress (n)

Agatha Christie
Mord im Orientexpress
Fischer Taschenbibliothek
€ 9,–

Falls Sie tatsächlich erst jetzt unser kleines kriminalistisches Adventsrätsel entdeckt haben, können Sie natürlich trotzdem noch teilnehmen. Einfach rechts auf die Kategorie »Adventsrätsel 2009« klicken, dort können Sie alle 24 Fragen nachlesen.

Schicken Sie uns die Lösung bis zum 31. Dezember 2009 an unsere Email-Adresse info@schmitzbuch.de. Wir sammeln alle Antworten und verlosen in den ersten Januartagen 2010 dreimal ein Buchpaket mit aktuellen Büchern aus der Kriminalliteratur im Werte von ca. 100 Euro. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Adventsrätsel 23

Das Ende der Adventszeit naht und wir vermuten, Sie sind sicherlich nicht nur literatur- sondern auch filmfest. Deshalb fragen wir, aus welchem Film stammt das nachfolgende weltberühmte Zitat: »Mein Vater machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte.«?

1. Der Dritte Mann (x)
2. Casablanca (d)
3. Der Pate (e)
4. Es geschah am helllichten Tage (g)

Ladislao Vajda
Es geschah am helllichten Tag
KulturSpiegel/Arthaus
DVD
€ 9,99

Adventsrätsel 22

Die Ditfurths sind eine bekannte Familie. Hoimar, der Vater, war Arzt und Schriftsteller, Jutta Politikerin und Christian ist Historiker und schreibt Kriminalromane. In ihnen ermittelt Josef-Maria Stachelmann, ebenfalls ein Historiker, der immer wieder mit der jüngeren deutschen Geschichte konfrontiert wird. Eine besondere Parallele scheint es noch im Leben der beiden zu geben. Der Schriftsteller wie sein Romanheld scheinen an der gleichen Krankheit zu leiden, die ihnen mal mehr mal weniger aber permanent zu schaffen macht. Von welcher Krankheit ist die Rede?

1. Arthritis (h)
2. Psoriasis (b)
3. Neurodermitis (n)
4. Gastritis (m)

Christian von Ditfurth
Labyrinth des Zorns. Stachelmanns fünfter Fall
KiWi Taschenbuch
€ 8,95

Adventsrätsel 21

Er heißt Klaus Theo Mager und träumt davon mit seiner Videoproduktionsfirma Pegasus den großen journalistischen Durchbruch zu erlangen, tatsächlich hält der Laden sich jedoch mit Werbefilmchen und gelegentlichen Beiträgen für die Aktuelle Stunde über Wasser. Bei ihren Recherchen tappt Pegasus ständig in einen Filz aus Kumpanei, Kungelei und Korruption. Immer steht im Mittelpunkt des Geschehens Gerd Roggenkemper, Bürgermeister einer nördlichen Stadt im Ruhrgebiet. Er hatte ein reales Vorbild: Der inzwischen verstorbene
SPD-Rechtsaußen Horst Niggemeier, seinerzeit tatsächlich Bürgermeister dieser Stadt, musste sich zwangsläufig in der Person des Gerd Roggenkemper wieder erkennen. Nach dem dritten Band der Pegasus-Reihe soll er resigniert zurückgetreten sein. Das wäre einmalig in der Bundesrepublik Deutschland, aber ist es auch wirklich wahr?
Ich rief einen der beiden Autoren an und fragte nach. »Nein!« war die Antwort. »Soviel Macht hatten wir auch nicht. Aber wir haben von den vier Beinen seines Amtssessels eins abgesägt. Den Rest haben dann die Genossen besorgt.«
Wie heißt die besagte Stadt, in der der Bürgermeister die Fäden in der Hand hielt?

1. Castrop-Rauxel (j)
2. Herne (h)
3. Wanne-Eikel (b)
4. Datteln (c)

Reinhard Junge / Leo P. Ard
Das Ekel
Grafit Verlag
€ 8,50

Adventsrätsel 20

Zur Erinnerung an ihren Schutzpatron verleiht das SYNDIKAT jedes Jahr im Rahmen der CRIMINALE einen Autorenpreis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des jeweils vergangenen Jahres. Er ist dotiert mit 5.000 Euro und wird überreicht in kleinen, nicht fortlaufend nummerierten Scheinen. Ihr Schutzpatron, wie sie ihn nennen, war Schweizer Staatsbürger, der von 1896 bis 1938 lebte und eine der ersten Detektivgestalten des deutschsprachigen Raumes schuf. Diese Figur, ein alternder Polizist, meistens mit seinem Töff unterwegs, löste ab 1936 in fünf Romanen und einigen Erzählungen meist tragische Fälle.

Wie heißt der Schweizer Schriftsteller?

1. Friedrich Dürrenmatt (k)
2. Friedrich Glauser (b)
3. Max Frisch (n)
4. Jürg Federspiel (h)

Max Frisch
Syndikat
Suhrkamp Verlag
leider vergriffen